Dienstag, den 19. August 2008 Teil1
Alles was ich wollte war ein Wellness-Urlaub. Ein paar Tage, die mir die Entspannung geben, nach welcher ich mich schon seit so langer Zeit sehnte. Abschalten, relaxen und einfach mal die Gedanken schweifen lassen. Wo kann man das besser als an einem Ort der absoluten Ruhe?
Wäre da nicht dieser kleine Schönheitsfehler. Von wem dieses lang ersehnte Geschenk gekommen ist? Natürlich, selbstverständlich von meinem umsorgenden Sohn Jimmy.
Er wollte eigentlich nur mit seiner Freundin nach Tübingen. Aber, da ich ja so einsam bin, musste er mich mitnehmen. Ich habe lange darüber nachgedacht. Hin und her überlegt. Ich bin aber zu dem Schluss gekommen, dass das Spannen nichts mehr sein sollte wofür ich mich schäme. Ich habe ein bisschen im Internet recherchiert und tatsächlich Leute gefunden, die wesentlich schlimmer als ich dran sind. Ich will mir ja nur ein bisschen Geborgenheit und Lust erträumen durch das was ich zu sehen bekomme – also alles andere als ein Perverser. Und davon gibt es wohl weit mehr im Internet als ich vermutet hätte.
Aus diesem Grund habe ich eingewilligt auf einen Urlaub zu dritt. Und mal schauen, vielleicht muss ich dort ja dann gar nicht mehr spannen und erlebe mein eigenes Highlight?! Ich kann mir bei diesem Gedanken leider kein Schmunzeln verkneifen. Ich und ein Mann. Genau, das wäre jetzt die rettende Erlösung.
Nun ja, noch befinde ich mich jetzt in Tübingen – seit genau drei Tagen. Und ich muss sagen, mir gefällt was ich sehe. Überall knackige junge Männer. Und ich muss mich nicht einmal auf meinen Sohn und seine Freundin fixieren. Viele der hiesigen Anwendungen wie Solegrotte oder Außenwhirlpool darf man nur textilfrei betreten. Das heißt im Klartext, dass niemand etwas an hat. Ich brauche mich folglich nicht an meinem Sohn fest starren, sondern kann auch ab und an mal anderen in seinem Alter meine Aufmerksamkeit schenken. Manche Leute scheinen diese Aufmerksamkeit zu brauchen. Denn das was mir gestern widerfahren ist, dass war höchst interessant.
Ich wollte abends nackt im Außenbereich schwimmen. Es ist ein großes, rundes Becken, das innen mehrere Abteilungen in Form von Bahnen hat. Am äußersten Ende sah ich zwei junge Männer und eine Frau in meinem Alter. Sie waren von den Fackeln am Rand gut beleuchtet, aber durch ihr „Versteck“ nicht für jeden sofort sichtbar.
Ich schwamm etwas näher ran, und hielt mich an einer Absperrung fest. Einen Brustzug weiter und ich hätte mich genau auf der Bahn hinter ihnen befunden. Aber erstaunlicherweise war dieser Platz schon mit drei weiteren Herren besetzt, die sich das Schauspiel gerne ansahen. Das Trio im Mittelpunkt ließ sich nicht davon abhalten weiter zu machen.
Ich konnte mir gut vorstellen, dass es unheimlich reizvoll ist, dass man zum Objekt der Spanner und somit auch der Begierde wird. Irgendwie wäre ich gerne die Frau im Mittelpunkt gewesen. Der Mann von hinten – groß, kräftig, und gebräunt vom Solarium – küsste die Frau mit den hochgesteckten Haaren sanft im Nacken. Er hielt sich im Wasser fest an sich gedrückt und liebkoste mit seiner Zunge ihre Schulterpartie.
Mir stockte der Atem. Noch jetzt überkommt mich eine Gänsehaut wenn ich daran denke.








