Sonntag den 18.5.2008
Ich bin lustlos und träge. Ich kann mich einfach nicht motivieren irgendetwas zu tun. Der Frühling ist da, die Sonne scheint, und ich verkrieche mich in meinem Haus. Mir gefällt kein Typ von Mann. So jemanden wie meinen Ex finde ich nicht mehr, da das, was in meinem Alter so herumläuft mehr oder weniger zum Restposten gehört.
Das was ich mir vorstelle, das wäre eine perfekte Kombination meines Ex-Mannes und meines Sohnes. Der Körper von Jimmy und der smarte Geist von meinem Verflossenen. Er war leidenschaftlich und hat mich mit Haut und Haar geliebt.
Es ist schon traurig wo ich gelandet bin, aber andererseits fühle ich mich wohl. Ich bekomme das was ich will, ohne, dass mich jemand verletzen kann.
Ich bin mir nur noch nicht im Klaren darüber, ob Jimmy etwas weiß oder nicht. Er ist seit ein paar Tagen komisch mir gegenüber. Vielleicht irre ich mich auch, und es lag an dem Streit zwischen ihm und Julia gestern.
Ich konnte hören, wie sie sich laut angeschrieen haben und ich glaube sogar meinen Namen gehört zu haben. Ach, ich weiß auch nicht.
Aber wenn es wirklich nur eine Phantasie von mir sein sollte, wie kommt es dann zu solch einer Situation wie gestern Abend?
Es war irgendwie komisch. Ich war wieder in der Küche um ein Glas Wasser zu holen. Ich trage nachts immer ein Art Negligé. Das ist noch ein Überbleibsel meiner alten Beziehung. Es reicht etwa bis zu den Oberschenkeln und ist tailliert. Noch habe ich das Glück so etwas tragen zu können. Auch meinem Busen sieht man sein Alter noch nicht an. Daher fallen auch BHs zum großen Teil weg.
Ich stand also halb nackt in der Küche, da ich ja nicht nur den Streit, sondern auch den Versöhnungssex hören konnte. Folglich war ich wach. Julia ist nicht gerade leise wenn sie zum Höhepunkt kommt.
Ich starrte vor mich hin aus dem Fenster und hörte Schritte hinter mir. Wundersamerweise war es Jimmy, der anscheinend wegen des Streits ebenfalls nicht schlafen konnte. Er schlich sich von hinten an, und stand nun in der Dunkelheit dicht an meinem Rücken. Ich spürte seinen Atem als er mich mit seiner tiefen Stimme ansprach. Während er mich fragte, warum ich nicht schlafen konnte, ging meine Phantasie mit mir durch. Ich stellte mir vor, wie ich mich umdrehte und von ihm im nächsten Moment an die Tür des Kühlschrankes gedrückt würde. Er griff mit einer Hand mein Kinn und schob mir seine Zunge tief in meinen Rachen. Mit seiner Hand auf meiner nackten Schulter wurde ich herausgerissen aus meinem Traum. Er fragte mich, warum ich in letzter Zeit so zurückhaltend sei. Natürlich hatte ich die Schuld auf meine vergangene Beziehung geschoben.
Er streichelte mir sanft über die Schulter und meinte, dass es doch langsam Zeit für jemand neues in meinem Leben sei.
Es war schon komisch, dass das ausgerechnet der Mann meiner Sexphantasien zu mir sagt, während er in Boxershorts vor mir steht.
Als er mich in den Arm nahm, spürte ich seinen Schwanz an meinem Oberschenkel. Ich wusste nicht, ob er nun etwas härter war, oder normal. Ich wollte mir auch nicht zu viel einbilden, aber als ich spürte, wie er immer härter wurde, war ich mir sicher.
Ich bekam Panik, wusste nicht wie ich reagieren sollte. Ihm war es anscheinend auch sehr unangenehm.
Wir verloren beide kein Wort darüber, wünschten uns eine gute Nacht und trennten uns. Der Abschluss war sehr kurz und seltsam. Ich war den Rest der Nacht damit beschäftigt über die Situation nachzudenken.
Gewünscht hätte ich mir irgendwie schon, dass mehr passiert wäre, aber gut. Mein Gefühl wird immer sicherer, dass irgendwann mehr passieren wird.








